Barrierefrei

Das Thema besitzt allerhöchste Aktualität und Dringlichkeit innerhalb unserer Städte. Nur 1,5% aller Restaurants, 6,5% der Unterkünfte und lediglich 11,3% der Sehenswürdig-keiten innerhalb der EU sind heute ohne bauliche Hürden zu erreichen, sprich barrierefrei (Quelle: www. ibft.at).  Diese Zahl steht einem wachsenden Anteil von älteren Menschen gegenüber, für die Barriere-freiheit zukünftig zum Thema Nr. 1 werden wird. 

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) mit Sitz in Berlin weist in einer Studie darauf hin, dass in Deutschland nur 1% der Wohnungen barrierefrei sind (Quelle: bfw-bund.de, 2011). Zudem entwickelt sich ein Trend immer länger in den eigenen vier Wänden leben zu können. Hier besteht sowohl auf Seiten der Kommunen im Kontext von Fragen der Versorgung sowie der Gestaltung des öffentlichen Raums, als auch auf Seiten der Wohnungsunternehmen dringender Handlungsbedarf. 

 

Institut für Stadt- und Regionalmanagement
Kooperationspartner der Universität Göttingen

Prof. Dr. Joachim Vossen
Büro München
Nymphenburger Straße 29
80335 München
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Prof. Dr. Joachim Vossen
Ludwigs-Maximilians-Universität
Department für Geographie
Luisenstraße 37
80333 München
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Büro Aachen
Prof. Dr. Joachim Vossen
Laurentiusstraße 27
52072 Aachen
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Mobil: 0151 - 50428583 

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Landessieger im Bayerischen Landeswettbewerb 2014:
Modellhafte Stadt- und Ortssanierung
Lebensräume für die Bürger
Oberste Baubehörde im Bayerischen
Staatsminiserium des Inneren
Projekt: Hauptplatz Stadt Landsberg am Lech

Stadmarktingpreis Bayern 2007 - Gewinner: ISR

Stadtmarketing Preis Bayern 2007 für die Stadt München



 
Aktuell
Flächenmanagement für die Neumarkter Altstadt

Die Innenstädte leiden immer häufiger unter dem Verlust ihrer angestammten Funktionsvielfalt und Attraktivität. Unter all den Gründen für diese Entwicklung stellen besonders der Strukturwandel im Einzelhandel hin zu großflächigen Betriebsformen und E-Commerce sowie die vermehrte Ansiedlung von Einzelhandelsflächen innerhalb und außerhalb des Stadtgefüges an nicht-integrierten Standorten die Wettbewerbsfähigkeit der innerstädtischen, meist kleinteiligen Strukturen der lokalen Ökonomie in Frage. Altstädte mit ihren geringen Verkaufsflächenpotenzialen und beschränkter Ausbaufähigkeit (Flächenverfügbarkeit, Denkmalschutz) leiden besonders darunter. Leerstände und städtebauliche Qualitätsverluste sind dabei häufig Anzeichen einer beginnenden Abwärtsspirale (Trading-down-Prozess), die mit einer deutlichen Käuferzurückhaltung und sinkenden Umsätzen einhergehen; es besteht hierbei die akute Gefahr einer Verödung des gesamten Standortes. Im Auftrag der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz übernimmt das ISR das Flächen- und Leerstandsmanagement für die Altstadt. Prof. Dr. Joachim Vossen und Dr. Thomas Wieland sind hierbei einerseits für die Beratung und Aktivierung von Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern vor Ort und andererseits für die Vermittlung von Leerständen zuständig. Hinzu kommen ein konsequentes Monitoring der Flächensituation auf der Grundlage kleinräumiger Analysen und die Zusammenführung aller Informationen in einer GIS-gestützten Datenbank als Arbeitsgrundlage.  

 
ISEK: Einzelhandelsgutachten im „Soziale Stadt“-Gebiet „Am Wald“, Taufkirchen

Die in den 1970er Jahren entstandene Siedlung „Am Wald“ in der oberbayerischen Gemeinde Taufkirchen ist mittlerweile Gegenstand des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“. Ein wesentlicher Pfeiler des sozialen und ökonomischen Lebens vor Ort stellen zwei benachbarte Einkaufspassagen dar, die allerdings von Leerständen und inadäquaten Nutzungen betroffen sind. Gemeinsam mit den Büros Dragomir Stadtplanung und dem Büro für Organisation und Gemeinwesenentwicklung erarbeitet das ISR ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für dieses Sanierungsgebiet, wobei das ISR für die Untersuchung des lokalen Einzelhandels verantwortlich ist. Auf der Grundlage von angebots- und nachfrageseitigen Analysen (u.a. Point-of-sale-Befragungen) gilt es, tragfähige Perspektiven für die Passagen entwickeln und die bisherigen Pläne für ihre Neugestaltung kritisch zu begleiten und zu evaluieren. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Berücksichtigung der stadtteilspezifischen Zielgruppen und ihrer Ansprüche sowie die massive Wettbewerbssituation im Umfeld Taufkirchens (v.a. Fachmarktzentrum Unterhaching). Ergänzend zu den Untersuchungen im Rahmen der Städtebauförderung erstellt das ISR zudem ein gesamtstädtisches Einzelhandelsgutachten.

 
Projektseminar zum innerstädtischen Einzelhandel in Freiburg im Breisgau

Wie wirken sich kleinere und Dauer-Events wie Weihnachts- oder Wochenmärkte auf den innerstädtischen Einzelhandel aus? Stehen sie im Einklang mit den Bedürfnissen erlebnisorientierter Konsumenten und fördern sie die Kundenzuflüsse des stationären Einzelhandels oder wirken sie gar als Konkurrenten? Wie sieht das Kundenprofil regionaler Wochenmärkte aus? Diesen und anderen Fragen widmet sich ein Projektseminar von ISR-Projektleiter Dr. Thomas Wieland, das er im Rahmen seines Lehrauftrags an der Universität Göttingen geleitet hat. Als Fallbeispiel und Exkursionsziel hierfür wurde die südbadische „Green City“ Freiburg im Breisgau gewählt. Gestützt auf theoretische Grundlagen und Kenntnisse zur allgemeinen Situation haben 21 Studierende des Bachelor-Studiengangs Geographie vor Ort Gespräche mit city-relevanten Akteuren und Point-of-sale-Befragungen durchgeführt sowie Passantenfrequenzen gemessen. Die Ergebnisse werden in Form von Projektberichten aufbereitet, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen realistischen Einblick in die praktische empirische Arbeit der Handelsforschung bzw. der angewandten Stadt- und Wirtschaftsgeographie geben. 

 
ISEK: Perspektiven für den Einzelhandel im Weßlinger Ortszentrum

Das Ortszentrum der oberbayerischen Gemeinde Weßling ist durch einen starken PKW-Durchgangsverkehr belastet. Im Zuge der Planungen für eine entlastende Umgehungsstraße und der damit verbundenen Verkehrsberuhigung stellt sich gleichzeitig die Frage nach den Perspektiven dieses „gewachsenen“ Einzelhandelsstandortes. Derzeit durch kleinflächige Ladenstrukturen und Mängel in der Aufenthaltsqualität geprägt, soll das Ortszentrum als Nahversorgungs- und soziales Zentrum der Gemeinde erhalten und ausgebaut werden. Gemeinsam mit dem Büro Dragomir Stadtplanung, München, ist das ISR für die Vorbereitenden Untersuchungen und die Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) verantwortlich. Im Rahmen dieses Projektes untersucht das ISR den Einzelhandel im Weßlinger Ortskern. Hierbei wird neben Bestandsaufnahmen und einer Nahversorgungsanalyse auch die Nachfrage im Ort anhand von Point-of-sale-Befragungen analysiert. In der Konzeptphase, die auf der Analysephase aufbaut, werden tragfähige Konzepte für die Erhaltung und den Ausbau des Grundbedarfs (u.a. Lebensmittelmarkt) im Ortskern erarbeitet; hierbei gilt es, den Versorgungsfunktionen der Gemeinde genauso gerecht zu werden wie dem Anspruch der lokalen Nachfrager nach hochwertigen und Bio-Lebensmitteln. Besondere Berücksichtigung erfährt zudem die Aufenthaltsqualität im Zentrum.

 
Landessieger im Bayerischen Landeswettbewerb 2014

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Der Hauptplatz von Landsberg wird vor allem geprägt durch seine außergewöhnliche Form und die Topografie. Probleme ergaben sich durch die Verkehrsbelastung. Eine Aufenthaltsqualität war kaum gegeben. Obwohl eine Sanierung dringend geboten war, waren zunächst zahlreiche Planungen von über zehn Jahren Gegenstand der öffentlichen Diskussion hin bis zu wiederholten ablehnenden Bürgerentscheiden. In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Landsberg am Lech startete das ISR einen beispielhaften Beteiligungsprozess, bei dem die Bürger vonden ersten Planungsüberlegungen und der Auswahl der Planer bis zur Erstellung der Planentwürfe intensiv eingebunden wurden. In diesem - auch als "Landsberger Beteilungsprogramm" - bezeichneten einmaligen Partizipationsprozess wurden die Bürgerinnen und Bürger zu Initiatoren der konzeptionell in Angriff genommenen Umgestaltung des Landsberger Hauptplatzes. Vor diesem Hintergrund konnte ein großzügiger zusammenhängender Raum mit hoher städtebaulicher Qualität entstehen.

 
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